
VfB Lübeck sichert Jubiläumssieg – Pulido und Pfundheller treffen spät
Der VfB Lübeck hat sich in einer lange Zeit zähen Partie mit 2:0 gegen Blau-Weiß Lohne durchgesetzt und damit einen verdienten Heimsieg eingefahren. In einer chancenarmen Begegnung sorgten Farrona Pulido und Bjarne Michel Pfundheller mit ihren Treffern in der Schlussphase für die Entscheidung.
Torlose erste Halbzeit ohne große Höhepunkte
Zur Pause stand es zwischen dem VfB Lübeck und Blau-Weiß Lohne 0:0 – ein Ergebnis, das den Spielverlauf treffend widerspiegelte. Beide Mannschaften agierten über weite Strecken kontrolliert, setzten auf Ballbesitz und vermieden Risiko, wodurch klare Torchancen Mangelware blieben.
Luca-Milan Zander (BW Lohne) klärt im Kopfballduell gegen Gianluca Pelzer (VfB Lübeck). © 11ven Pixel
Vor allem beim VfB Lübeck wurde deutlich, dass nach dem Abgang von Antonio Verinac zum FC St. Gallen die Durchschlagskraft im Offensivspiel aktuell fehlt. Im letzten Drittel mangelte es den Gastgebern an Präzision und Zielstrebigkeit. Die beste Möglichkeit der ersten Hälfte resultierte aus einer Flanke in den Strafraum, die für Gefahr sorgte – doch Lohnes Verteidiger Luca-Milan Zander rettete stark auf der Linie.
Farrona Pulido mit viel Verantwortung zum 1:0
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst von Vorsicht geprägt. Beide Teams agierten diszipliniert, ohne ins volle Risiko zu gehen, wodurch Torchancen weiterhin selten blieben. In der 72. Minute folgte dann die Erlösung für den VfB Lübeck: Farrona Pulido übernahm Verantwortung und brachte seine Mannschaft mit einem platzierten Abschluss in Führung.
Bjarne Michel Pfundheller macht Deckel drauf
Blau-Weiß Lohne versuchte in der Folge, mehr Druck aufzubauen, fand jedoch kaum Mittel gegen die kompakte Defensive der Lübecker. Stattdessen nutzten die Gastgeber eine weitere Gelegenheit eiskalt: In der 81. Minute erhöhte Bjarne Michel Pfundheller auf 2:0 und sorgte damit für die Vorentscheidung.
Johannes Sabah (BW Lohne) und Leonhard Bredol (li.) gegen Yusuf Wardak (VfBLübeck). © 11ven Pixel
Souveräner Ausklang vor dem Vereinsjubiläum
In der Schlussphase ließ der VfB Lübeck nichts mehr anbrennen und brachte den Vorsprung souverän über die Zeit. Mit Blick auf das anstehende 107-jährige Vereinsjubiläum am 01.04.2026 sorgt dieser Erfolg für eine positive Grundstimmung beim VfB Lübeck und unterstreicht die Stabilität der Mannschaft in einer kontrolliert geführten Partie.
Stimmen zum Spiel
Bjarne Pfundheller, der mit seinem Treffer zum 2:0 für die Entscheidung sorgte, zeigte sich nach dem Spiel glücklich – nicht nur über das Ergebnis, sondern auch über sein erstes Tor vor heimischer Kulisse: „Ja, also wie letzte Woche, würde ich sagen. Zweimal hintereinander zu treffen, ist natürlich besonders für mich – vor allem, wenn man eigentlich etwas weiter hinten auf der Sechs spielt. Ich bin mutig mit in die Box gegangen, Ali bringt den Ball richtig gut rein und ich kann ihn im kurzen Eck verwerten. Das war ein richtig gutes Gefühl – mein erstes Tor hier auf der Lohmühle.“
Angesprochen auf seine aktuelle Treffsicherheit und einen möglichen Positionswechsel blieb der Offensivspieler entspannt: „Das soll der Trainer entscheiden. Ich hoffe einfach, dass ich spielen darf – auch jetzt im Pokal. Dann machen wir da weiter, wo wir heute aufgehört haben.“
Kopfball von Luca Menke (5, VfB Lübeck) gegen Johannes Sabah (BW Lohne). © 11ven Pixel
Auch Kapitän Marvin Thiel, der vor der Partie für sein 300. Pflichtspiel im VfB-Trikot geehrt wurde und nun bei 301 Einsätzen steht, hob die Bedeutung des Sieges hervor: „Vielen Dank erstmal dafür. Der Heimsieg war heute unheimlich wichtig, gerade wenn man auf die Tabelle schaut. Wir haben schon letzte Woche in Schöningen ein ordentliches Spiel gemacht und jetzt hier nochmal nachgelegt, 2:0 gewonnen und die Null gehalten – das fühlt sich natürlich überragend an.“
Mit Blick auf das anstehende Halbfinale im Schleswig-Holstein-Pokal beim SV Todesfelde warnte der Kapitän jedoch vor der nächsten Aufgabe: „Das wird eine unheimlich schwere Aufgabe. Jeder, der schon mal in Todesfelde gespielt hat, weiß, was da auf einen zukommt. Ich kenne auch noch den einen oder anderen Spieler dort. Jetzt gilt es, die Woche fokussiert zu arbeiten, gut zu trainieren und unseren aktuellen Spielfluss mitzunehmen, damit wir das Spiel auch ziehen.“
VfB Lübeck: Finn Böhmker – Luca Menke, Bjarne Pfundheller, Mikail Polat, Ali Abu Alfa (83. Colin Ulrich), Marvin Thiel, Yusuf Wardak (75. Felix Drinkuth), Gianluca Pelzer, Fabian Istefo, Dardan Karimani (89. Julian Albrecht), Mika Lehnfeld (58. Manuel Farrona Pulido).
Trainer: Guerino Capretti.
Blau-Weiß Lohne: Marko Dedovic – Luca Zander, Johannes Sabah (78. Anton Wessels), Nico Thoben (68. Malte Wengerowski), Kai Westerhoff, Jakub Westendorf (87. Luke Schierenbeck), Tom Kankowski (85. Niklas Tepe), Leonard Bredol, Rilind Neziri, Jannik Zahmel (68. Thorsten Tönnies), Felix Schmiederer.
Trainer: Christian Neidhart.
SR: Mika Jungclaus (TSV Lamstedt).
Ass.: Tom Holsten, Jonas Behrens.
Zuschauer: 2.867.
Tore: 1:0 Manuel Farrona Pulido (73.), 2:0 Bjarne Pfundheller (80.).